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Häufig gestellte Fragen:

Frage:

Was bedeutet ein möglicher Einstieg von TYCOON Venture Capital & Investment Ltd. bei der SanguiBioTech GmbH für die Aktionäre der Sangui BioTech International, Inc.?

Antwort:

(Stand 16. April 2007) Zunächst ist bislang lediglich eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Verträge werden seitens des Unternehmens in Abwägung der Interessen der Aktionäre am Fortbestand und weiteren Aufbau des Unternehmens ausgehandelt. Dabei sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen:

Die Kooperation mit der TYCOON-Gruppe hat eine operative und eine Finanzierungsseite.

Auf der operativen Seite verschafft uns TYCOON Zugang zum attraktiven arabischen Markt und eine Möglichkeit, die Erlöse kurzfristig deutlich zu steigern. Werden die bisherigen gemeinsamen Planungen tatsächlich so umgesetzt, dann kann damit, wie in unserer Pressemitteilung vom 12. April 2007 gemeldet, eine Phase relativer Unsicherheit für den Fortbestand des Unternehmens beendet werden: Es werden die Grundsteine für eine solide Geschäftsentwicklung gelegt.

Auf der anderen Seite bietet TYCOON eine Finanzierungsmöglichkeit für das laufende Geschäft und die weitere Zulassung des Blut-Additivs, unseres wichtigsten langfristigen Projekts. Diese Finanzierung hat zwei miteinander verbundene Komponenten. Sie sieht zum einen eine Beteiligung in Höhe von 25% an der SanguiBioTech GmbH und zum anderen ein Mezzanine-Darlehen vor.

Der Vorteil diese Finanzierung - so sie zu Stande kommt - liegt in der mittel- und langfristig verfügbaren Liquidität und damit einer deutlichen Erweiterung der Handlungsspielräume des Unternehmens. Durch die zusätzlichen Mittel werden wir erstmals wieder in die Lage versetzt, nötige Investitionen z.B. ins Marketing unserer Produkte zu tätigen, die auch eine kostendeckende Umsatzentwicklung herbeiführen können.

Für die Muttergesellschaft ist entscheidend, dass mit einem solchen Schritt das Unternehmen insgesamt gesichert und auf Wachstumspfad gebracht werden kann, nicht zuletzt mit der herausragenden Perspektive, der Zulassung des Blutadditivs näher zu kommen.

Dieser Vorteil ist nicht umsonst zu haben. Das Mezzanine-Darlehen wird zu einem branchenüblichen Satz verzinst, der aber als Ausgleich für das bestehende Risiko erheblich über den Zinsen für besicherte Bankenkredite liegt. Zudem schmälert der Anteil der TYCOON jede mögliche künftige Gewinnausschüttung der GmbH an die Sangui BioTech International, Inc., um ein Viertel.

Es ist unter Einbeziehung dieser unterschiedlichen Aspekte tendenziell davon auszugehen, dass eine künftige, gesicherte, profitable Entwicklung der Sangui den Kurs unserer Aktie weiter voran bringen kann.

 

Frage:

Was ist ein Mezzanine-Darlehen?

Antwort:

Mezzanine-Finanzierung beschreibt als Sammelbegriff Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Dabei wird in der klassischen Variante einem Unternehmen wirtschaftliches und/oder bilanzielles Eigenkapital zugeführt, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussnahmerechte oder Residualansprüche wie den echten Gesellschaftern zu gewähren. Andererseits ist Mezzanine-Kapital in der Regel nachrangig und im Insolvenzfall dem Eigenkapital gleichgestellt.

Mezzanine-Kapital, das in Form von nachrangigen, partiarischen Darlehen oder Gesellschafterdarlehen gewährt wird, besitzt eher Fremdkapitalcharakter und ist in der Regel bilanziell als Verbindlichkeit zu erfassen. Klassische Fremdkapitalgeber rechnen das Mezzanine i. d. R. dem wirtschaftlichen Eigenkapital zu, da es die potenziell verfügbaren Sicherheiten nicht schmälert. Dies hat zur Folge, dass nach Einbringung von Mezzanine die Kreditlinie erhöht werden kann, was wiederum eine günstigere Mischfinanzierung erlaubt. Aufgrund der geringen Besicherung und zum Beispiel bei Einsatz in der Risikofinanzierung werden Mezzanine-Darlehen hoch verzinst.

 

Frage:

Was muß ich tun, um die Verkaufsbeschränkung von meinem Aktienzertifikat entfernen zu lassen?

Antwort:

Sie sind Aktionär eines Unternehmens nach US-Recht. Daher müssen Aktionär und Unternehmen selbstverständlich die dort eingeführten Formalien beachten. Sangui BioTech International hofft, Ihnen mit den folgenden Hinweisen eine Hilfestellung geben zu können. Bitte beachten Sie aber: Dies ist keine Rechtsberatung. Uns können bei der Darstellung Fehler unterlaufen sein. Eine Haftung unsererseits schliessen wir daher aus.

Nach US-Aktienrecht sind alle Aktien bei der Securities and Exchange Commission (SEC) zu registrieren. Für die Unternehmen ist dies ein aufwendiger Prozess, weshalb insbesondere kleine Firmen die Möglichkeit einer Befreiung in Anspruch nehmen (nach Regulation S der SEC). Dafür muss sich das Unternehmen aber verpflichten, dafür Sorge zu tragen, dass diese Aktien für eine gewisse Zeit nach ihrem ersten Erwerb nicht innerhalb der USA oder an US-Bürger verkauft werden dürfen. Diese Verpflichtung wird durch die Eintragung einer Verkaufsbeschränkung auf dem Zertifikat erfüllt. Nach Ablauf der jeweiligen Frist werden die Aktien auf Antrag des Aktionärs "entsperrt".

Hierzu ist der "Sellers representation letter under Sec Rule 144 (k)" (PDF-Datei 23kB) zu verwenden.

 

Frage:

Können meine Sangui-Aktien mit der Entsperrung bereits in ein Wertpapier-Depot eingebucht werden?

Antwort:

Wenn Sie die Einbuchung fungibler Stücke wünschen, dann ist ein weiterer Schritt erforderlich, den Sie unbedingt gemeinsam mit Ihrer depotführenden Bank vornehmen sollten. Ihr Zertifikat muss zunächst "in street name" umgeschrieben werden. Dies geschieht durch Übertragung auf einen in New York zugelassenen Makler, der die Stücke dann bei der Firma Cede & Co. in Sammelverwahrung gibt und Ihrem Depot die handelbaren Stücke gutschreibt. Sie selbst werden dadurch von einem "shareholder of record", dem Inhaber einer verbrieften Namensaktie (mit Zertifikat), zu einem "beneficial owner", also gleichsam zum Eigentümer einer Inhaberaktie (ohne Zertifikat, aber mit in Ihr Depot eingebuchten Stücken).

 

Frage:

Ist das mit jedem depotführenden Institut möglich?

Antwort:

Im Prinzip ja. Manche Aktionäre haben uns aber berichtet, dass Mitarbeiter in der Filiale mit diesem Vorgang überfordert waren. Insistieren Sie in diesem Falle, dass Ihr Anliegen in der Zentrale oder bei einem Dachinstitut (der Sparkassen oder Volksbanken) bearbeitet wird. Es gibt auch für diese Themen spezialisierte Dienstleister wie die Deutsche Wertpapier Service Bank in Frankfurt am Main (www.dwpbank.de), die eventuell helfen können.